Unser Konzept, wie die Vergütungsanalyse die Gehalts- und Personaldaten Ihrer Mitarbeitenden schützen soll — technisch nachweisbar und rechtlich sauber gedacht.
Diese Präsentation zeigt unser Datenschutz-Konzept — den Ansatz, nach dem wir die Vergütungsanalyse bauen. Sie richtet sich an Geschäftsführung & HR und Datenschutzbeauftragte. Einiges ist bereits umgesetzt, vieles ist geplant — wir sagen jeweils, was schon steht und was wir noch bauen.
Pseudonymisierung im Browser · Datenminimierung · Privacy by Design
Pseudonym ≠ anonym · Rollen & AVV · Rechtsgrundlage · EU-Hosting
Zwei Hosting-Optionen · Datenschutz-Vergleich · Empfehlung On-Premise
Betroffenenrechte · Löschkonzept · DSFA & Betriebsrat · nächste Schritte
Datenschutz soll keine nachträgliche Schicht sein, sondern von Anfang an in der Architektur verankert. Drei Prinzipien leiten unseren Ansatz.
Die Pseudonymisierung passiert bereits auf dem Rechner Ihrer HR — bevor irgendein Datum unsere Server erreicht.
Ihre Gehaltsliste wird lokal im Browser eingelesen — nicht hochgeladen.
Die Personalnummer wird mit einem geheimen Schlüssel zu einem nicht umkehrbaren Code (SHA-256) verrechnet.
An unsere Server geht ausschließlich pseudonymisiertes Datenmaterial — keine Namen.
Wir versprechen keine Anonymität, die wir nicht halten können. Stattdessen benennen wir die Grenzen offen — und wollen sie technisch und vertraglich absichern.
Pseudonymisierte Daten bleiben rechtlich personenbezogen (Erwägungsgrund 26 DSGVO). Wir gehen dieses Restrisiko bewusst an, statt es zu verschweigen.
Wer Schlüssel und Originalliste besitzt, kann rückverknüpfen. In kleinen Gruppen genügt schon die Kombination aus Position, Standort und Geschlecht.
Schlüssel-Zugriff nur für Import-Berechtigte · Auswertungen erst ab einer Mindestgruppengröße · Einzelfälle nur für berechtigte Rollen, protokolliert. (geplant)
Sie bestimmen Zweck und Mittel — es sind die Daten Ihrer Beschäftigten.
Wir verarbeiten ausschließlich weisungsgebunden in Ihrem Auftrag.
Hosting in der EU — als Unterauftragsverarbeiter gelistet.
Ist verpflichtend — wir werden ihn bereitstellen, inklusive Unterauftragsverarbeiter-Liste und der dokumentierten Schutzmaßnahmen.
Pflicht zum Gender-Pay-Gap-Reporting — Umsetzung bis Juni 2026. (Art. 6 (1) c DSGVO)
Verarbeitung von Beschäftigtendaten für Zwecke des Arbeitsverhältnisses.
Diskriminierungsfreie, konsistente Vergütungsstruktur. (Art. 6 (1) f DSGVO)
Die EU-Richtlinie macht die Analyse nicht nur zulässig — sie macht sie ab 2026 zur gesetzlichen Pflicht. Wer jetzt sauber aufsetzt, ist vorbereitet.
Betrieb auf Cloudflare (Anwendung, Datenbank, Datei-Speicher). Die Daten ruhen in europäischen Rechenzentren.
Cloudflare ist ein US-Konzern (CLOUD Act). Die EU-Residenz reduziert das Risiko; absichern wollen wir es über Standardvertragsklauseln im AVV.
Die Vergütungsanalyse lässt sich als Cloud-Dienst (SaaS) durch uns betreiben — oder bei Ihnen im Haus (On-Premise). Datenschutzrechtlich macht das den größten Unterschied.
Bleibt die SaaS-Variante voll verfügbar — mit AVV, SCCs und nachgewiesenen Schutzmaßnahmen. Sie wählen, wir richten beides DSGVO-konform ein.
Erfüllbar über Ihr internes Personalnummer-zu-Pseudonym-Mapping. Wir unterstützen jeden Antrag weisungsgebunden. (Art. 15–22 DSGVO)
Definierte Aufbewahrungsfristen (Vorschlag: 3 Jahre Audit-Zeitraum), danach automatische Löschung. Schlüssel-Rotation als „digitales Vergessen".
Bei systematischer Gehaltsauswertung wahrscheinlich verpflichtend. Wir bereiten dafür eine DSFA-Vorlage mit Risikobewertung vor.
Die Auswertung von Vergütung ist mitbestimmungsnah. Wir liefern die Informations- und Argumentationsgrundlage für die Beteiligung.
Diese Pflichten liegen beim Arbeitgeber — wir machen Ihnen die Erfüllung mit Vorlagen und Zuarbeit so leicht wie möglich.
Pseudonymisierung & Datenminimierung im Kern — Klarnamen erreichen uns nicht. (bereits umgesetzt)
Pseudonym ist nicht anonym — wir benennen Grenzen und sichern sie ab.
Klare Rechtsgrundlage heute; AVV, EU-Hosting & DSFA-Vorlage in Vorbereitung.